Sie ließen sich auf Mallorca die Sonne auf den Pelz brennen, während ahnungslose deutsche Handybesitzer ihre Lotterleben finanzieren sollten. Gestern standen zwei Abzocker vor dem Dresdner Landgericht. Ronny L. (46) und Kumpel Damian H. (43) betrieben ein Callcenter auf der Insel. Von dort schickten sie offenbar Tausende Lock-SMS in die Heimat.
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So wurden der Mallorca-Redaktion jetzt Unterlagen zugespielt, aus denen hervorgeht, dass die Telefondaten der Teilnehmer von Gewinnspielen und anderen TV-Sendungen mit telefonischer Zuschauerbeteiligung offenbar irgendwie bei der PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. gelandet sind.
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Die Pforzheimer Zeitung berichtete vor wenigen Tagen über die Abzocke am Telefon und stellte im Titel des Artikels die Frage “Hat Lotto 3000 ausgespielt?” Der Inhalt schildert überwiegend die Aussagen und Erfahrungen eines Insiders. Von besonderem Interesse sind dabei die publizierten Namen von Personen und Firmen.
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Neue Nachrichten zu „Lotto 3000“: Bei der „Pforzheimer Zeitung“ hat sich ein Informant gemeldet, der in dem Call-Center auf Mallorca gearbeitet hat, von dem aus die Anrufe getätigt wurden. „Lotto 3000 habe ich selbst auch gemacht“, schreibt er. Bei den Anrufen habe man immer darauf hinweisen müssen, dass der OTTO-Versand Hamburg beteiligt sei und ein Gutschein über 100 Euro für die Menschen bereitliege.
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Interessante Neuigkeiten zu den Abzockern von „Lotto 3000“ haben die Pforzheimer Zeitung erreicht. Nach Auskunft eines Informanten sollen die Drohanrufe, mit denen in den vergangenen Wochen vor allem ältere Menschen in Niefern-Öschelbronn eingeschüchtert wurden, von einem Call-Center auf Mallorca kommen. Direkt beteiligt: Der Heidelberger Rechtsanwalt Georg Meyer-Wahl.
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Mehrere Betroffene aus der Region berichten von Anrufen und Briefen einer Firma „NTT Telco“. Ein Ivan Milosevic, der sich als „Manager Außenstände“ bezeichnet, fordert zur Zahlung zwischen 59 und 79 Euro auf. Man habe am Gewinnspieleintragsdienst „Glücksfinder“ der „Millionenchance Inc.“ teilgenommen – die Beiträge sei man jedoch schuldig geblieben.
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Vor dem Landgericht Mannheim beginnt am Dienstag ein Großprozess gegen acht Mitglieder der Gewinnspiel-Mafia. Unter den vier Angeklagten sind auch die beiden in Offenburger Polizei- und Justizkreisen bestens bekannten Gewinnspielbetrüger Michael H. und Klaus Z., die im Herbst bei einer Razzia auf Mallorca festgenommen worden waren und seither in U-Haft sitzen.
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Sie sind richtig dreiste Betrüger – jetzt drohen ihnen 15 Jahre Knast! Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat Anklage gegen „Mallorca“-Thorsten Seyfarth (40), Ehefrau Daniela P. (37) und Markus W. (48) erhoben.
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Nach dem Schlag gegen das Video-Portal Kino.to hat die Justiz erste Konten beschlagnahmt, auf denen die Millionen-Gewinne der Betreiber vermutet werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin 'Focus' unter Berufung auf die Generalstaatsanwaltschaft Dresden.
Demnach stellten Ermittler auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten Dirk B. aus Leipzig zugeordnet werden, rund 2,5 Millionen Euro sicher. Zudem beschlagnahmten sie bei ihm hochwertige Computertechnik sowie drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca. Den Angaben zufolge fand man auf dem deutschen Konto eines anderen führenden Kino.to-Mitarbeiters 200.000 Euro.
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In einem Nobelrestaurant in Zürich klickten abends Handschellen. Zielfahnder des Bundes-kriminalamtes hatten „Mallorca-Thorsten“ in der Schweiz aufgespürt und verhaftet.
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Dazu interessant und lesenswert:
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Nach den spektakulären Festnahmen auf Mallorca Ende September ist einer der Telefonabzocker gestern gegen Mitternacht in einer Maschine aus Madrid in Stuttgart gelandet Den Rücktransport des Offenburgers hatte tags zuvor die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Mannheim auf Nachfrage der Mittelbadischen Presse angekündigt. Beamte der Polizeidirektion Offenburg holten ihn im Gefängnis in Madrid ab. Dorthin war der Mann nach seiner Festnahme gebracht worden.
Wie Emil Roth, Pressesprecher der Polizeidirektion Offenburg, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, wird der Abzocker heute, Donnerstag, dem Haftrichter in Mannheim vorgeführt. »Dort wird ihm der Haftbefehl eröffnet«, sagte Roth. Wenn der Richter entscheidet, dass der Mann in Untersuchungshaft kommen muss, dann wird das in Offenburg sein.
Im Laufe der nächsten Woche wird der zweite Offenburger in Madrid abgeholt. Das Prozedere ist dasselbe. In Mannheim wird er schon vom Haftrichter erwartet. »Ordnet er Untersuchungshaft an, dann wird der Mann sicher in ein anderes Gefängnis kommen«, erklärte Roth.
Quelle : baden-online.de
Auf Mallorca wurden vor kurzem vier Mitglieder einer mutmaßlichen Telefonbetrüger-Bande festgenommen. Darunter ein Grazer. Ein ‘Schauplatz’-Team war zur gleichen Zeit auf der Balearen-Insel. Und hat dort gemeinsam mit einem Insider einen der Hintermänner des international tätigen Firmengeflechts gesucht.
ORF2 – Am Schauplatz: Die Abzocker – Teil 1/3:
Videoquelle: Youtube.com / Videokanal von scamnewsTV
ORF2 – Am Schauplatz: Die Abzocker – Teil 2/3